Chance Tanz

Vom 13.11.2014 bis zum 8./9.5.2015 wird das Projekt Chance Tanz mit einer abschließenden Aufführung im Kastell durchgeführt.

Vorweg schon einmal unseren großen Dank an Frau Albers, die durch ihren außerordentlichen Einsatz dieses Projekt für unsere Schule möglich gemacht hat!

Vom Lehrpersonal wird eine heterogene Gruppe mit Schülerinnen und Schülern aus Regelklassen sowie  integrativen Klassen gebildet (Jahrgänge 1-4). Dabei handelt es sich um zusätzliche Förderung, die nicht im Schulalltag geleistet werden kann.

Es werden Kinder mit auffällig negativem sowie auffällig positivem Sozialverhalten,

mit und ohne Förderbedarf,

mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten.

 

Thema: "Tanz der Elemente"

Thema unseres Projekts sind Gegensätze und Unterschiede sowie der Umgang mit der Andersartigkeit und der Meinung anderer; das eigene Selbstbild und das Selbstkonzept sollen positiv gestärkt werden. Natürlich sollen körperliche/tänzerische Fähigkeiten ausgebaut und weitere Fertigkeiten erworben werden.

Neben den tänzerischen, pädagogischen Inhalten liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Verbesserung der Sprachfähigkeit. Einige Kinder haben durch den Migrationshintergrund der Famlie deutliche Sprachdefizite, beherrschen im Kindergartenalter teilweise nur wenige deutsche Worte.

Die im Schulkonzept verankerten Themen der Mitbestimmung, Streitschlichtung und des Gemeinsamen Unterrichts (Inklusion) werden vertiefend behandelt und dargestellt (Bewegungstheater/Tanz, Arbeit der Künstler).

Die Kinder sollen lernen und erfahren, dass ihre Meinung wichtig ist. Zum Abschluss jeder Stunde wird in der Reflexion konkret nach der Meinung zum Thema, zur Stunde oder ähnlichem gefragt. Der

Zusammenhalt der gesamten Gruppe wird durch gemeinsame Rituale zu Stundenbeginn gestärkt sowie jedes einzelne Kind durch ein Patenprogramm unterstützt.

Ein Ziel des Projekts ist es, die Themen, sich selbst und andere möglichst ganzheitlich, mit vielen Sinnen zu erfahren. Die Umwelt und das eigene Selbstbild sollen von den Kindern wahrgenommen werden. Eigene Gefühle, Sensibilisierung für andere, Empathie und auch die Wechselwirkung zwischen zwei Menschen sollen kindgerecht behandelt werden. Sehen und Verstehen von Mimik, Gestik und Ansätze wie die von Schultz von Thun werden zur Grundlage herangezogen.

Die Kompetenzen für den richtigen Umgang mit den eigenen Gefühlen sollen gestärkt werden.Die

Steuerung von Gefühlen geschieht bei Kindern vielfach nicht bewusst und impulsiv. Für viele Kinder sind starke Gefühle wie Wut, Angst, Trauer u.a. eine Belastung. Vor allen Dingen für die starken Gefühle, wie etwa Wut und das Hineinsteigern in dieses Gefühl - vielfach bei Jungs - sollen Methoden gelernt werden, um damit umzugehen (Kompetenzerweiterung).

Die Kinder erarbeiten mit Hilfe von Bewegungsanregungen, -aufgaben oder -anweisungen eine Choreografie, die bei der Aufführung gezeigt wird.